Mathias Tretter (D)

 »Deutschland. Ein Gummibärchen«
2008

Mathias Tretter Er ist ein Rebell, ein Aufrührer zwischen allen Stühlen. Seine Texte sind hochintelligent, ätzend wie Gefrierbrand und endlich wieder politisch. So schreiben Experten über Heinrich Heine. Mathias Tretter redet nur über ihn - und das schlecht. Aber voller Leidenschaft - konkurrieren sie doch um ein gemeinsames Thema: das nachnapoleonische Deutschland, aus der Sicht des Exilanten. Denn Tretter kommt gerade aus der inneren Emigration zurück und fragt sich: Deutschland, was ist das eigentlich? Am Flughafen irrlichtert der Untote Lafontaine über die Bildschirme, am Bahnhof bringen Penner leere Dosen an den Kiosk. Ein Fahrgast erzählt vom Zugticket aus dem Supermarkt, ein anderer hat die Lebensversicherung vom Hähnchengrill … Tretter, auch Mitglied des legendären „Erstes Deutsches Zwangsensemble“, ist ein Spitzenspötter der besonderen Art.
Bonner General-Anzeiger: „Sarkastisches und bitterböses Kabarett. Mit Sprachwitz, Tempo und einem zweckmäßigen Mangel an gutem Geschmack lässt er nach über zwei Stunden ein sichtlich geläutertes Publikum zurück.“

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